Marleen Kiesel

Co-Direktorin & Co-Gründerin

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Marleen Kiesel hat das Paper Lantern Collective mitgegründet, nachdem sie maßgeblich am Aufbau des ersten Community-Music-Programms am Konzerthaus Dortmund beteiligt. Hier hat sie fünf Jahre lang ganzjährige Arbeit in der Dortmunder Nordstadt mit Tausenden von Teilnehmenden geleitet. Sie ist heute Co-Direktorin des Paper Lantern Collective und eine der erfahrensten praktisch arbeitenden Community Musicians in Deutschland.

Marleen kam über den klassischen Ausbildungsweg zur Musik, und entschied sich, ihn zu verlassen. Sie ist ausgebildete Musiklehrerin (Universität Würzburg) und arbeitete an der Staatsoper Hannover (2019–2021), der Oper Graz sowie in Projekten in Frankreich — entwickelte partizipative Stücke, leitete inklusives Musiktheater, baute mit Jugendlichen Klanginstallationen — bevor sie ihre gesamte Praxis auf Community Music neu ausrichtete. Marleen macht Kunst mit Communities, zu den Bedingungen der Communities selbst. Ihr Repertoire als Community Musician reicht von Chören, Bands, Jam Sessions und Trommelworkshops über Kita- und Familienprojekte bis hin zu inklusiven Musikgruppen und Jugendarbeit.

Eines der Vorzeigeprojekte am Konzerthaus Dortmund war die Gründung einer wöchentlichen Sing-Community für Menschen über sechzig. Es begann mit einer Handvoll Teilnehmenden. Heute füllt es das Konzerthaus jeden Montag mit über hundert Sänger*innen — mit Highlight-Workshops an der Seite des Mahler Chamber Orchestras. Es ist ein deutliches Beispiel dafür, was Community Music leisten kann, wenn Projekte, Ideen und Menschen  Zeit, Vertrauen und künstlerische Impulse bekommen.

Marleen ist eine gefragte Trainerin und Mentorin. Über das Community Music Certificate an der Landesmusikakademie NRW hat sie fünfzehn angehende Community Musicians dabei begleitet, ihre ersten Projekte in Städten in ganz Deutschland umzusetzen. Sie lehrt regelmäßig auf Konferenzen und an Hochschulen und ist eine der klarsten Stimmen im deutschsprachigen Raum, wenn es darum geht, wie Community-Music-Arbeit tatsächlich gelingt.

Ihre Praxis ist geprägt von einer Verpflichtung, mit Teilnehmerinnen auf Augenhöhe zu arbeiten — und vom Aufbau jener nachhaltigen lokalen Beziehungen, die wirklich verändern, wie sich ein Ort anfühlt, an dem man lebt. Sie ist auch die klarste künstlerische Stimme im ethischen und kreativen Zentrum von PLC — dafür, was es bedeutet, in der Tiefe zu arbeiten, Verantwortung zu teilen und jeden Teilnehmerin als gleichberechtigten Künstler*in zu behandeln.

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